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Hameln-Pyrmonts Handwerk hat neuen Kreishandwerksmeister

 

Wilhelm Bente übernimmt das Amt von Karl-Wilhelm Steinmann




Bei der Kreishandwerkerschaft Hameln Pyrmont hat im Rahmen einer großen Feierstunde ein Amtswechsel stattgefunden.
Hauke –Wilhelm Bente, Bäckermeister aus Hajen, wurde zum neuen Kreishandwerksmeister  gewählt und löst damit Karl-Wilhelm Steinmann ab, der bekanntlich seit dem vorigen Monat Präsident der Handwerkskammer Hannover ist. Aus diesem Grund musste Steinmann seine handwerklichen Ehrenämter in Hameln-Pyrmont niederlegen. Viele Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Banken, Versicherungen und Schulen waren der Einladung gefolgt, um sich von Karl-Wilhelm Steinmann zu verabschieden, und dem neuen Kreishandwerksmeister Wilhelm Bente zu seiner Wahl zu gratulieren. In den 14 Jahren seines Wirkens für das heimische Handwerk hat Steinmann viel bewegt, angeschoben und initiiert; dies wurde ihm von allen Rednern bestätigt.

Als erster hatte Landrat Tjark Bartels das Wort ergriffen und an gemeinsame offene und faire Gespräche erinnert; ihm folgte Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann, die zur Erinnerung an viele gemeinsame Veranstaltungen eine originale Hamelner Stadtratte als Geschenk mitgebracht  hatte. 
Otto Deppmeyer skizzierte Karl-Wilhelm Steinmann ebenso treffend wie prägnant als den Mann, der Handwerk lebt.
Wolfgang Hartmann, Direktor der Eugen-Reintjes-Schule, bedankte sich bei Steinmann für langjährige angenehme Zusammenarbeit, auch im Förderverein der Schule.

Extra aus Berlin vom ZDH angereist war der Gastredner des Tages, Dirk Palige, der in seinem Vortrag allen Anwesenden Lösungsansätze für das im Wandel befindliche Handwerk aufzeigte.  Dazu gehöre auch eine Stärkung der Organisationseinheiten und eine kompetente schlagkräftige Präsenz vor Ort. Palige warnte vor den Bestrebungen der EU wiederholt am Meisterbrief zu rütteln und bewertete die abschlagfreie Rente mit 63 als volkswirtschaftlich unsinnig. Es handele sich um ein Wahlgeschenk, welches  die Demographiefestigkeit unseres Sozialsystems erschüttert  - mit der Folge steigender Rentenversicherungsbeiträge für die nachfolgende Generation.
Ausbildung und Fachkräftesicherung werden die zentralen Themen des nächsten Jahrzehntes werden. Nachdem es nun möglich ist, mit einem Meisterbrief in der Tasche ein Studium aufzunehmen, müsse die Botschaft vermittelt werden, dass akademische und berufliche Bildung gleichwertige Alternativen sind. Die Triale Ausbildung verknüpfe dies in idealer Weise.

Karin Echtermann, langjährige Wegbegleiterin im Vorstand der Kreishandwerkerschaft Hameln-Pyrmont oblag es, in einer sehr persönlichen und gefühlvollen Laudatio Steinmanns Verdienste zu würdigen. Sie erinnerte an seine Vorreiterrolle als Gründungsvater des Fördervereins der Klimaschutzagentur, als Motor und Initiator der jährlichen Einschreibfeier des Hamelner Handwerks, und als engagierten Kämpfer für die Duale Ausbildung und den Erhalt des Meisterbriefes. Selbst zur großen Handwerkerdemonstration in Hannover sei er mit dem LKW vorweg nach Hannover gefahren. Immer habe er sich dabei für das Wohl der Betriebe eingesetzt und gekämpft. Egal, ob es um die Valentinibrücke, um die Cemag-Insolvenz, um die Umsetzung des Konjunkturpaketes oder um PPP-Projekte ging. Er habe sich darum gekümmert und sei sogar nach Hannover ins Wirtschaftsministerium gefahren. Immer habe er in seinem Wirken viel Überzeugungsarbeit geleistet und das mit großem Erfolg.
Ein besonderes Anliegen war Steinmann immer das Thema Bildungspolitik und Ausbildung. Brauche das Land nur noch Abiturienten, oder werden nicht auch Menschen gebraucht, die etwas mit den eigenen Händen errichten – Handwerker also. Kritisch hinterfrage er immer wieder, ob die neuen Schulreformen wirklich notwendig seien und uns voranbringen, oder ob nicht angesichts der Reformen letztendlich nur die Schüler die wahrhaftig Betroffenen sind.

Mit Stolz, aber auch mit Wehmut lasse ihn man ihn nun nach Hannover ziehen, wo er sich neuen, großen Herausforderung stellen müsse. Hierzu wünsche ihm das Hamelner Handwerk viel Erfolg und eine glückliche Hand.
Zum Abschied und zur Erinnerung an die vergangenen 14 Jahre überreichten Wilhelm Bente und Karin Echtermann ein Anschiedsgeschenk von der Kreishandwerkerschaft.
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