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Handwerk fordert mehr Berufsorientierung an Gymnasien


Studien prognostizieren für die Zukunft einen Anstieg von Jugendlichen, die in Richtung Abitur und Studium streben. Dieser einseitige gesellschaftliche Trend sei ein Irrweg für viele Jugendliche mit Folgen für Arbeitsmarkt und Handwerksbetriebe, warnt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke in der Stuttgarter Zeitung (9.10.2015):

"Auch an Gymnasien darf es nicht nur Studienberatung geben – Schülerinnen und Schüler müssen auch über die attraktiven Wege zum Berufs- und Karriereerfolg über die berufliche Bildung informiert werden."
"Der einseitige gesellschaftliche Trend hin zum Studium ist ein Irrweg für viele Jugendliche - und hat fatale Folgen für den Arbeitsmarkt und unsere Betriebe. Denn in der Folge bleiben jährlich zehntausende Lehrstellen unbesetzt.

Und bis 2030 werden in Deutschland insgesamt rund eine Million Facharbeiter fehlen.
Das Handwerk stellt dem Trend erfolgreich eigene Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der beruflichen Bildung entgegen. Mit Erfolg: 2014 hat das Handwerk erstmals 11 Prozent Abiturientenanteil bei den neuen Auszubildenden erreicht (absolut 15.110 Auszubildende mit Hochschulreife). 10 Jahre zuvor waren es lediglich 4,9 Prozent.

Von der Politik erwarten wir, dass die Berufsorientierung an allen Schulen vorangetrieben wird. Auch an Gymnasien darf es nicht nur Studienberatung geben – Schülerinnen und Schüler müssen auch über die attraktiven Wege zum Berufs- und Karriereerfolg über die berufliche Bildung informiert werden.
Große Hoffnungen setzen wir auf unser Projekt "Berufsabitur" – also zusätzlich zur Berufsausbildung den Erwerb der Hochschulreife. Die bisherigen Signale von Bundesbildungsministerin Wanka und von Seiten der KMK der Länder sind positiv."

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
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